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#DMRBetterTogether: Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik e.V.

Alondra de la Parra und das BJO © Mute Souvenir

Wie viele Komponistinnen kennen wir, wie viele Dirigentinnen? Musikgeschichte heißt noch immer in aller Regel: von/nach Männern dominierte bzw. ausgerichtete Musikgeschichte. Das Thema Chancengleichheit für Frauen und Männer im Musikleben steht daher für unser Mitglied, den Internationalen Arbeitskreis Frau und Musik e.V., nicht nur am Weltfrauentag am 08. März im Fokus. Der 1979 gegründete Arbeitskreis macht Frauen und ihre Leistungen sichtbar und engagiert sich damit für ein Umdenken in Bezug auf die Musikgeschichte und für mehr Gendergerechtigkeit heute.

Im Archiv Frau und Musik in Frankfurt am Main, dessen Träger der Arbeitskreis ist, werden Dokumente von und über musikschaffende Frauen vom 09. bis ins 21. Jahrhundert gesammelt, bewahrt, dokumentiert und systematisiert. Die Schätze werden der Öffentlichkeit durch Führungen und Ausstellungen zugänglich gemacht. So soll auch das Repertoire von Komponistinnen bekannter gemacht und besser auf den Spielplänen etabliert werden. In Kooperation mit nationalen und internationalen Institutionen im Musikbereich befasst sich der Arbeitskreis zudem mit Fragen der Genderforschung und des Gender Mainstreaming. Um diese Themen kreisten 2020 u.a. die digitale Tagung des ZKM Karlsruhe „Feminale der Musik – Female Composers“ (das Archiv Frau und Musik beriet hier inhaltlich) und die Veranstaltung „Digitale Chortage – Ortswechsel – Chormusik von Komponistinnen“. Darin wurden nicht nur die Nachlässe von vier Komponistinnen erkundet, sondern es wurde u.a. auch über Machtstrukturen und eine „Diversitätsbewusste Programmplanung“ diskutiert und eine Online-Chorprobe zwischen mehreren Standorten abgehalten.

Für dieses Jahr hat sich der Arbeitskreis einiges vorgenommen: Kürzlich wurde, gemeinsam mit „musica femina münchen“, ein Bericht zum Frauenanteil in exponierten Positionen in deutschen Berufsorchestern veröffentlicht. Zudem sollen Lehrpläne für den Musikunterricht bereitgestellt werden, um Werke von Komponistinnen im Schulunterricht zu vermitteln.  Derzeit läuft das Outreach-Projekt „Ton an! Chancengleichheit für Komponistinnen“, in diesem Rahmen wird auch ein „Composer in Residence“-Stipendium 2021 angeboten. Im Oktober 2021 wird der Arbeitskreis gemeinsam mit „musica femina münchen“ eine Konferenz zu „Diversity in Music – Komponistinnen und Dirigentinnen heute“ durchführen: viel Engagement für ein noch immer drängendes Thema.

 

 

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