bundesjugendorchester

Winter 2027

Drei Werke, drei Klangwelten – und ein Thema, das sie verbindet: Sehnsucht, Traum und Leidenschaft. Debussys Prélude à l’après-midi d’un faune eröffnet den Abend als schillernde Klanglandschaft zwischen Wachen und Träumen, in der Farben aufblitzen und wieder verschwinden, als hätte die Musik selbst einen Schwebezustand. Aus diesem Flirren führt der Weg in Wagners Wesendonck-Lieder nach Gedichten Mathilde Wesendoncks, gesungen von Wiebke Lehmkuhl: fünf konzentrierte Szenen, in denen sich Gefühl in Sprache verwandelt – und zurück in Musik. Bereits hier blitzt jene Chromatik auf, die Wagner wenig später in Tristan und Isolde zur musikalischen Revolution führen sollte. Es ist Liedkunst als Seismograf: jede Nuance sitzt, jede Harmonie kippt minimal – und genau dadurch trifft sie.

Den Schlusspunkt setzt Berlioz’ Symphonie fantastique: die Geschichte eines jungen Künstlers, der sich, von obsessiver Liebe getrieben, in rauschhafte Traumwelten flüchtet. Mit ihrer eindrucksvollen Orchesterpalette verbindet sie emotionale Extreme und bildhafte Klangwelten zu einem musikalischen Fiebertraum. Zwischen zarter Erinnerung, greller Halluzination und eruptiver Wucht entsteht ein Sog, dem man sich kaum entziehen kann. So spannt das Programm einen Bogen vom Andeuten zum Ausbrechen – vom schwebenden Beginn bis zur großen, visionären Steigerung am Ende.

 

 

Programm:

Claude Debussy: Prélude à "L'après-midi d'un faune"

Richard Wagner: Wesendonck-Lieder

Hector Berlioz: Symphonie fantastique


Beteiligte:

Wiebke Lehmkuhl (Alt)

Markus Poschner (Dirigent)

Bundesjugendorchester


Konzerte:

10. Januar, Berlin - Philharmonie

11. Januar, Berlin - Philharmonie (Schülerkonzert)

13. Januar, Bonn - Beethovenhalle

14. Januar, Nürnberg - Meistersingerhalle

15. Januar, Mühlheim an der Ruhr - Stadthalle

Berlin Philharmoniker Bundesministerium Wdr3 Daimler DOV GVL Freude.