Bundesjugendorchester sagt Sommertour mit Weltjugendchor ab

Das Bundesjugendorchester und sein Träger, die gemeinnützige Projektgesellschaft des Deutschen Musikrats, haben sich aufgrund der aktuellen Situation dazu entschlossen, die Sommerarbeitsphase 2020 des Bundesjugendorchesters mit dem Weltjugendchor abzusagen. Alle Beteiligten bedauern diesen notwendigen Schritt sehr, sehen sich jedoch in der Verantwortung, die Gesundheit aller mitwirkenden MusikerInnen, des Tourneeteams sowie des Publikums zu schützen.

Die Sommerarbeitsphase des Bundesjugendorchesters muss aufgrund der aktuellen Auswirkungen des Coronavirus abgesagt werden. Durch die neuen Rahmenbedingungen und Vorgaben von Bundesregierung und Ländern ist es dem Orchester und seinem Team leider nicht möglich, seine Probenphase mit anschließender Tournee wie geplant durchzuführen. Viele Konzerte der Sommertournee fallen dabei auch unter das Verbot für Veranstaltungen über 1.000 Menschen bis einschließlich 31. August 2020. Hinzu kommen die unterschiedlichen Anordnungen an den Reiseorten in Italien, Österreich, den Niederlanden und Russland sowie eine enorm erschwerte Anreise für alle Orchester-und Teammitglieder, die Dirigenten und Solisten sowie den Weltjugendchor. Das Bundesjugendorchester und die gemeinnützige Projektgesellschaft des Deutschen Musikrats bedauern diese Entscheidung sehr, die gemeinsam mit den beteiligten Konzertveranstaltern und Festivals getroffen wurde. Hierzu Sönke Lentz, Orchesterdirektor des Bundesjugendorchesters: „Die Gesundheit unserer Musikerinnen und Musiker, des Teams und unseres Publikums hat für uns absolute Priorität. Eine Probenphase und Konzertreise unter den aktuellen Umständen durchzuführen, entspricht nicht unserer Verantwortung den Beteiligten gegenüber. Wir arbeiten bereits jetzt mit Nachdruck daran, alternative Konzepte für die kommenden Arbeitsphasen sowie für das Probespiel im Herbst 2020 zu entwickeln.“

Für die Tournee war die Uraufführung des Werkes „Choral Concerto: Nine“ des chinesisch-amerikanischen Komponisten und Dirigenten Tan Dun vorgesehen. Das Werk wurde von der Beethoven Jubiläums Gesellschaft BTHVN2020, der Royal Philharmonic Society und dem Melbourne Symphony Orchestra in Auftrag gegeben und sollte gemeinsam mit der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven in Bonn uraufgeführt und später in Berlin, Einbeck, Lübeck, Amsterdam, Wiesbaden, Weikersheim, Kassel, Sterzig/Vipiteno, Wien und Moskau gespielt werden. Das Datum einer deutschen Erstaufführung wird gemeinsam mit der Beethoven Jubiläums GmbH später bekannt gegeben.

In Folge der Absage können auch die geplanten vier Konzerte der China-Premiere durch das Bundesjugendorchester und den Weltjugendchor im Oktober 2020 beim Shanghai International Arts Festival nicht stattfinden. Für insgesamt acht Konzerte hatte das Bundesjugendorchester den Komponisten Tan Dun als Dirigent verpflichtet, sieben Konzerte sollte Jörn Hinnerk Andresen, Professor für Dirigieren und Chorleitung an der Universität Mozarteum Salzburg, leiten. Als Gesangssolistinnen und Solisten standen mit Iris Hendrickx (Belgien), Jo-Pei Weng (Taiwan), Xavier Moreno (Spanien) und Johannes Schendel (Deutschland) ehemalige Mitglieder des Weltjugendchores unter Vertrag.

Die Pressemitteilung finden Sie hier.

Berlin Philharmoniker
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